Ausstellung MONOTON MONOCHROM - Fotografie
Sonderformate - Transformation

Die Hinterlassenschaften der DDR sind wieder en vogue. Doch inwieweit sind sie das wirklich? Dieser Frage geht der Fotograf Martin Maleschka in seiner fotografischen Dokumentation des baukünstlerischen Erbes der DDR seit mehr als 20 Jahren nach.
Für das Kosmos-Festival 2026 kommt hat er an eine altbekannte Wirkungsstätte zurück. 2019 präsentierte er im Waschsalon Chemnitz seine Publikation "DDR. Baubezogene Kunst", dieses Mal lässt er seine Bilder sprechen. Bilder sagen mehr als tausend Worte. Die Ausstellung rahmt das Format 'Waschbeton im Waschsalon', eine vierteilige Vortragsreihe mit abschließendem Panel, in dem das übergeordnete Thema Graue Energie verhandelt wird.
In einer Serie von bewusst monochrom gesetzten Fotografien werden funktional verschiedenartige Bautypologien der Nachkriegsmoderne Ost in Korrespondenz gesetzt. Einem 40jährigen Bergauf folgte nach 1990 ein bis heute scheinbar kontinuierliches Bergab aller Bereiche - allem der Arbeit. Infolgedessen werden Industriebrachen und Wohnungsbauten in den Fokus gesetzt. Aber auch Einrichtungen für die Kultur, die Freizeit und Bildung erzählen von Entvölkerung, Verfall und Leerstand.
Ist Verlust und Verfall sexy oder ist es vielmehr das in ihm gesehene Potential?