Melodia sagrada. Music, Movement and the Art of creating belonging
Panel - Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt
Wie finden wir eine Form für das, was wir in uns tragen?
Die nicaraguanischen Künstler*innen Ceshia Ubau und Bismarck nähern sich dieser Frage mit sehr unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen. Ceshia ist Singer-Songwriterin und Psychologin; in ihrer Musik beschäftigt sie sich mit Emotionen, Heilung, Migration, den Erfahrungen von Frauen und der Suche nach Zugehörigkeit. Bismarck arbeitet mit Theater, Zirkus und körperlicher Performance und nutzt Bewegung, Spiel und kollektives Schaffen, um Räume für Ausdruck und Verbindung zu schaffen.
In diesem Gespräch treffen sie sich auf der Ebene von Musik, Bewegung und Erinnerung. Gemeinsam ergründen sie, wie künstlerischer Ausdruck Menschen helfen kann, ihre Erfahrungen zu verstehen, eine Verbindung zu ihrer Herkunft zu bewahren und an neuen Orten ein Gefühl der Zugehörigkeit zu schaffen.
Das Gespräch befasst sich zudem mit den sozialen Realitäten rund um ihre Arbeit: das Aufwachsen und Schaffen in Nicaragua, das Leben und Arbeiten über Grenzen hinweg, der Umgang mit Erwartungen und Stereotypen sowie die Suche nach Wegen, sichtbar, ausdrucksstark und verbunden zu bleiben.
Anstatt Kunst lediglich als Reaktion auf politische Ereignisse darzustellen, stellt die Veranstaltung eine umfassendere Frage: Was können Musik, Theater und der Körper bewirken, wenn die gewöhnliche Sprache nicht ausreicht?
Im Anschluss an das Gespräch folgt ein Live-Auftritt von Ceshia Ubau, der es ermöglicht, die Themen Erinnerung, Identität und Verbundenheit durch Musik weiterzuführen.