Ostbronx – Eine Ausstellung zu Hip-Hop in der DDR im Überseecontainer
Sonderformate - Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Hip-Hop in Deutschland – das klingt nach Hamburg, Frankfurt und Berlin-West. Dabei entstand im Osten eine eigene Szene, die in der Geschichtsschreibung bis heute oft nur eine untergeordnete Rolle einnimmt, obwohl sie eine eigenständige Kultur hervorgebracht hat: improvisiert, selbstgemacht und unter den Augen des Staates. Ostbronx macht diese Geschichte sichtbar, indem ein Überseecontainer in eine mobile Ausstellung verwandelt wird. Sie erzählt davon, wie Breakdance, Rap, DJing und Graffiti zu Ausdrucksformen von Freiheit und Identität wurden und warum das bis heute nachwirkt. Die Ausstellung entstand aus einer Initiative heraus, Hip-Hop in Ostdeutschland als immaterielles Kulturerbe zu bewerben, und reist ab 2026 durch Städte und über Festivals – um Generationen ins Gespräch zu bringen: die, die dabei waren, und die, die heute Jugendkultur prägen.
Die Ausstellung fokussiert insbesondere folgende Themen:
– Jugendalltag in der DDR (Rahmenbedingungen, Einschränkungen, Freiräume)
– Aneignung von Hip-Hop (Improvisation, Netzwerke, DIY)
– Crews, Räume und Gemeinschaft
– Kontrolle, Repression und Umgang damit
– Brücke zur Gegenwart (Transformation, heutige Jugendkultur, Teilhabe)