Graue Energie in industriell geprägten Landschaften
Talk - Transformation

Leerstehende Fabriken, Speicher, LPG, Bunker oder Plattenbauten sind mehr als Schrottimmobilien. In ihnen steckt Graue Energie – die Energie, die für Herstellung, Transport und Montage ihrer Baustoffe bereits aufgewendet wurde. Doch wir verstehen Graue Energie nicht nur als energetischen Wert. Für uns ist sie eine gesellschaftliche Ressource, die Perspektiven für Orte, Menschen und Regionen eröffnet.
Auf dem Kosmos-Festival stellen wir die Arbeit des Instituts für Graue Energie vor und zeigen, warum ressourcenschonendes Erhalten und Wiedernutzen von Gebäuden ein entscheidender Beitrag zur Entwicklung unserer ostdeutschen Regionen ist. Statt Abriss und Neubau entwickeln wir Strategien für den Bestand – wissenschaftlich fundiert, architektonisch durchdacht und gemeinsam mit den Menschen vor Ort.
Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die Reallabore. Sie sind Orte des Forschens, Erprobens und gemeinsamen Handelns. Hier werden Leerstände und Brachen nicht als Problem verstanden, sondern als Ausgangspunkt für Wiedernutzung. Gemeinsam mit Kommunen, Initiativen und Engagierten machen wir sichtbar, welches Potenzial bereits vorhanden ist und wie daraus Zukunft entstehen kann.
In Ostdeutschland sind industrielle Vergangenheit und gesellschaftliche Zukunft eng miteinander verbunden. Besonders deutlich wird dies an ehemaligen Orten der Arbeit. Wir laden dazu ein, sie neu zu entdecken – nicht als Altlast oder Schandfleck, sondern als Möglichkeitsraum für eine ressourcenschonende Zukunft.