Prompt 1989: Was KI über die Wende erzählt – und was nicht.
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LLM-Services sind längst mehr als nur Chatbots. Für viele sind sie die ersten Anlaufstelle für "Wissen"; auch über unsere Geschichte. Ganz so einfach ist es jedoch nicht mit den Fakten über die Vergangenheit. Wissen über die Vergangenheit ist stets selektiv und politisch gefärbt. Umso spannender ist der Blick auf das, was nicht erzählt wird.
Gehen wir mit ChatGPT und Co. zurück ins Jahr 1989. Fragt man KI nach der Friedlichen Revolution, bekommen wir das Bild: Hier die SED, dort die Bürgerrechtsbewegung, am Ende das einzig logische Ziel: die Wiedervereinigung.
Doch zwischen den erinnerungskulturell bekannten Polen gab es noch eine Vielzahl weiterer politischer Positionen und Visionen. Menschen kämpften für eine demokratische Erneuerung der DDR und damit gegen die Parteiendiktatur und zugleich aber auch gegen die Vorstellung, dass die westdeutsche Ordnung die einzig mögliche Zukunft sei.
Warum taucht diese Perspektive heute so selten auf? Und was verrät das über die Daten, aus denen KI lernt?
Ausgehend von ROBOPSY, der Medienkunstinstallation von Margarete Jahrmann, die historische Rekonstruktionen durch Sprachmodelle untersucht, trifft künstlerische Forschung auf Zeitgeschichte und Gegenwartsdiagnose.
Mit dem Bürgerrechtler Hans Misselwitz und der Journalistin Nine Christine Müller fragen wir, wie Erinnerung im Zeitalter generativer KI entsteht. und warum es für unsere Demokratie entscheidend sein könnte, dass nicht nur die wahrscheinlichste(n) Geschichte(n) weitererzählt werden.
Was sagst du? Habe das jetzt versucht sehr poppig zu schreiben (weil ich dachte, dass das die Zielgruppe erreicht). Ist das so? Würdest du das anders machen? Bin hier auf deine Erfahrungen angewiesen.