Widerspenstige, unbequeme, zu selbstbewusste Frauen? mit Tara-Louise Wittwer und Clara Fuhrmann
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Die Liste der „widerspenstigen“ Frauen ist lang: Hexe, Häretikerin, Furie, Zicke, Schlampe, Hure, Influencerin, IT-Girl … Feministin. Was haben sie gemeinsam? Sie passen nicht so recht ins Bild. Sie sind zu laut, zu wütend, zu unbequem – oder einfach nicht bereit, sich zu fügen. Und so bekommen sie ein Etikett verpasst.
Tara-Louise Wittwer kennt sich mit solchen Zuschreibungen aus. Die Kolumnistin, Speakerin, Bestseller-Autorin (Nemesis Töchter, Dramaqueen, Sorry, aber …) und Content Creatorin nimmt z.B. in ihrem Social-Media-Format #tiktoxic problematische Takes von Männern auseinander und spricht damit vielen Frauen aus der Seele. Ihre Perspektive ist gegenwärtig, direkt und wütend und trifft damit einen Nerv - den genervter Frauen, die nicht länger dulden wollen.
Clara Fuhrmann blickt aus einer anderen Perspektive auf die „widerspenstige“ Frau: Als Assistenzärztin in der Psychiatrie und freischaffende Künstlerin beschäftigt sie sich mit der Geschichte der Pathologisierung und Ausgrenzung aufbegehrender Frauen – Von Hysterie bis hin zu häretischen Sekten.
Gemeinsam mit der Moderatorin und Journalistin Özge Asanbayli gehen sie der Frage nach, wie mit unbequemen Frauen verfahren wird - und das bis heute. Wann wird aus Widerstand Wahnsinn, aus Wut Hysterie, aus Selbstbestimmung ein Problem? Und wer entscheidet eigentlich darüber, welches Verhalten bei Frauen als „normal“ gilt?
Ein Gespräch über wütende, unbequeme, widerständige - zu selbstbewusste Frauen – und darüber, warum sich die Zuschreibungen vielleicht ändern, die Mechanismen dahinter aber erstaunlich beständig bleiben.